Kanton Appenzell Ausserrhoden: Notfalltreffpunkte in jeder Gemeinde

Jede Ausserrhoder Gemeinde hat in den vergangenen Wochen einen oder mehrere Notfalltreffpunkte eingerichtet. Sie sind speziell gekennzeichnet und stehen der Bevölkerung in Notlagen zur Verfügung – für Notrufe, Informationen und je nach Bedarf auch als Abgabestellen.

Wie verletzlich wir sind, zeigen die aktuellen Bedrohungen. Dazu gehören beispielsweise ein Energiemangel oder Blackout, ein Ausfall der Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels oder das gestiegene Risiko von Cyberangriffen auf wichtige Infrastrukturen. Für den Fall, dass die normalen Kommunikationsmittel (Radio, Telefonie, Internet) in solchen Lagen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionieren, werden derzeit in vielen Schweizer Städten und Gemeinden Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung eingerichtet.

Gemeinde entscheidet

Bereits seit längerem in Betrieb sind analoge Alarmknöpfe an jedem der 16 Feuerwehrdepots in Appenzell Ausserrhoden. Über diese kann die Feuerwehr jederzeit auch bei einem Ausfall des Telefonnetzes alarmiert werden. In Ergänzung dazu verfügt nun jede Gemeinde neu über einen oder mehrere speziell gekennzeichneten Notfalltreffpunkte – im ganzen Kanton sind es insgesamt 29. Sie sind in den vergangenen Monaten in einer Zusammenarbeit des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz, der Gemeinde-führungsstäbe und der Gemeindeverwaltungen definiert und mit Einsatzmaterial ausgerüstet worden. Ob ein Notfalltreffpunkt in Betrieb genommen wird, entscheidet bei einem Ereignis die zuständige Gemeinde.

Einheitlich gekennzeichnet

Besonders bei längerdauernden Stromausfällen oder dem Ausfall der Kommunikationsmittel sind Notfalltreffpunkte dazu da, um verlässliche Informationen weiterzugeben, Notrufe entgegenzunehmen und Einsatz- oder Rettungskräfte zu alarmieren. Zudem sind die Feuerwehren geschult, um auf vorgegebenen Routen über mobile Sirenen rasch Sprechdurchsagen mit wichtigen Informationen durchzugeben. Im Extremfall würde zudem ein allgemeiner Sirenenalarm über die stationären Sirenen ausgelöst.

Damit man sie rasch findet, sind die Notfalltreffpunkte in der ganzen Schweiz mit dem gleichen Symbol gekennzeichnet. Es handelt sich um Orte, die leicht erreichbar und allgemein bekannt sind, beispielsweise Schulen, Mehrzweckhallen und Gemeindehäuser. Auf der Internetseite www.notfalltreffpunkt.ch sind alle Standorte der Notfalltreffpunkte von Appenzell Ausserrhoden auf einer Karte dargestellt. Hier finden sich die Adressen sowie wichtige Zusatzinformationen.

Jetzt vorbereiten

Um eine Krise gut überstehen zu können ist es eine Voraussetzung, dass sich auch die Bevölkerung darauf vorbereitet. Der Standort des nächsten Notfalltreffpunkts sollte bekannt sein. Ratsam ist zudem das Anlegen eines Notvorrats für drei bis fünf Tage. Sofern Radio und Internet noch funktionieren, sind die entsprechenden Apparate einzuschalten. Hilfreiche Informationen finden sich auf der Alertswiss-App.

 

Quelle: Kanton Appenzell Ausserrhoden
Titelbild: KBS/C. Ritz