Seniorin (85) schöpft Verdacht: Mutmasslicher Geldabholer (Ukrainer) nach Flucht gefasst

(Kanton SG). Am Dienstagabend (27.10.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung erhalten, dass eine 85-jährige Frau von einem Telefonbetrüger kontaktiert worden sei.

Die Kantonspolizei St.Gallen nahm umgehend Ermittlungen auf. Einen Tag später konnte ein Mann festgenommen werden. Er wird beschuldigt, als Geldabholer am Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein. Ein finanzieller Schaden konnte verhindert werden.

POLIZEI.NEWS | TÄGLICH AKTUELL
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Betrugsmasche: Ein angeblicher Bankmitarbeiter forderte eine 85-Jährige auf, Bargeld abzuheben und später zu deponieren.
  • Reaktion: Die Frau wurde misstrauisch und informierte mit Unterstützung eines Nachbarn die Polizei.
  • Festnahme: Am Mittwoch wurde ein 37-jähriger Ukrainer nach kurzer Flucht festgenommen.
  • Tatverdacht: Der Mann soll als Geldabholer am versuchten Telefonbetrug beteiligt gewesen sein.
  • Schaden: Ein finanzieller Verlust für die Frau konnte verhindert werden.

Eine 85-jährige Frau wurde am Dienstag von einer unbekannten Täterschaft telefonisch kontaktiert. Die anrufende Person gab sich als Bankmitarbeiter aus und forderte die Frau auf, Bargeld abzuheben. Dieses sollte sie zu einem späteren Zeitpunkt an einem noch zu vereinbarenden Ort deponieren. Da der 85-Jährigen der Anruf verdächtig vorkam, tauschte sie sich mit einem Nachbarn aus. Dieser unterstützte sie dabei, die Polizei zu informieren.

Nach dem Meldungseingang nahm die Kantonspolizei St.Gallen umgehend die Ermittlungen auf. Am Mittwoch konnte im Bereich der Neuchlenstrasse ein Mann bei der vereinbarten Bargeldübergabe festgestellt werden. Als der Mann die Patrouillen bemerkte, ergriff er die Flucht. Kurze Zeit später konnte der Mann an der St. Gallerstrasse angehalten und festgenommen werden. Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 37-jährigen Ukrainer. Er wird beschuldigt, als Geldabholer am versuchten Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein.

Im Einsatz standen mehrere Patrouillen sowie Fachspezialistinnen und Fachspezialisten der Kantonspolizei St.Gallen. Ein finanzieller Schaden für die 85-Jährige konnte verhindert werden. Die Kantonspolizei St.Gallen führt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die weiteren Ermittlungen. Dabei wird unter anderem abgeklärt, ob der Festgenommene mit weiteren Delikten in Verbindung steht.

Auch nach einer Übergabe: Unbedingt melden

Wer von einem solchen Betrug betroffen ist oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, soll sich so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Auch nach einer erfolgten Übergabe kann eine Meldung wichtige Ermittlungsansätze liefern. Besteht weiterhin Kontakt zur Täterschaft, soll umgehend die Notrufnummer 117 gewählt werden.

Telefonbetrug – Ratgeber der Kantonspolizei St.Gallen

Bei Telefonbetrugsfällen geben sich Betrügerinnen und Betrüger unter anderem als Mitarbeitende von Banken, der Polizei, Staatsanwaltschaften oder anderen Behörden aus. Sie versuchen, die angerufenen Personen unter Druck zu setzen und dazu zu bringen, Geld oder andere Vermögenswerte zu übergeben. Häufig wird zudem verlangt, dass mit niemandem über den Anruf oder die Forderungen gesprochen wird.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei St.Gallen


POLIZEI.NEWS INFORMIERT | FALSCHE BANKANRUFE

Die Nummer kann täuschen: So überprüfen Sie einen angeblichen Bankanruf

Eine vertraute Telefonnummer auf dem Display beweist nicht, wer tatsächlich anruft. Mit sogenanntem „Spoofing“ können Kriminelle eine fremde Rufnummer anzeigen lassen. Selbst eine scheinbar passende Banknummer ist deshalb kein zuverlässiger Identitätsnachweis.

Auflegen und eine neue Verbindung herstellen

Beenden Sie einen verdächtigen Anruf vollständig. Suchen Sie die offizielle Telefonnummer Ihrer Bank selbst heraus, beispielsweise auf einem Kontoauszug oder auf der eigenständig aufgerufenen Website. Wählen Sie diese Nummer neu.

Verwenden Sie weder die Rückruftaste noch eine Telefonnummer, die Ihnen während des verdächtigen Gesprächs genannt wurde. Lassen Sie sich auch nicht zur angeblich zuständigen Sicherheitsabteilung oder Polizei weiterverbinden.

Keine Fernwartung auf telefonische Aufforderung

Ein angeblicher Sicherheitscheck kann auch darauf abzielen, Zugriff auf Computer oder Smartphone zu erhalten. Installieren Sie auf Aufforderung eines unbekannten Anrufers keine Fernwartungsprogramme und geben Sie keine E-Banking-Passwörter, PINs oder Bestätigungscodes weiter.

Falls bereits ein Fernzugriff eingerichtet wurde, trennen Sie das betroffene Gerät vom Internet. Kontaktieren Sie Ihre Bank umgehend über einen verlässlichen Kontaktweg und lassen Sie das Gerät vor der weiteren Nutzung fachlich überprüfen.

Praxistipp: Die echte Banknummer griffbereit halten

Notieren Sie die unabhängig geprüfte Telefonnummer Ihrer Bank auf einer Karte neben dem Telefon. So können Sie bei einem überraschenden Anruf in Ruhe auflegen und selbst nachfragen, ohne eine vom Anrufer vorgegebene Nummer übernehmen zu müssen.

Weitere Informationen finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

Publireportagen

Empfehlungen