Gleich zweimal Gas und Bremse verwechselt: 73-Jährige verursacht Schäden in Tiefgarage
(Muri AG). Am Montag, 26. Oktober 2026, kam es in einer Tiefgarage in Muri zu einem Selbstunfall. Eine 73-jährige Automobilistin kollidierte mit ihrem Mercedes bei zwei Fahrmanövern mit parkierten Fahrzeugen. Dabei dürfte sie wiederholt Brems- und Gaspedal falsch bedient haben.
Der erste Selbstunfall ereignete sich am Montag, 26. Oktober 2026, gegen 15 Uhr in einer Tiefgarage an der Seetalstrasse in Muri.
- Was: Zwei Kollisionen beim Aus- und Einparkieren in einer Tiefgarage.
- Wann: Montag, 26. Oktober 2026, gegen 15 Uhr.
- Wo: Seetalstrasse in Muri.
- Lenkerin: 73-jährige Automobilistin mit einem Mercedes.
- Unfallhergang: Die Frau dürfte wiederholt Brems- und Gaspedal falsch bedient haben.
- Sachschaden: Drei Fahrzeuge wurden beschädigt.
- Massnahme: Die Polizei nahm der Lenkerin den Führerausweis zuhanden des Strassenverkehrsamts vorläufig ab.
Eine 73-jährige Automobilistin prallte beim Ausparkieren mit ihrem Mercedes rückwärts gegen einen parkierten Suzuki und schob diesen gegen eine Wand.
Gemäss eigenen Angaben sei sie dabei vom Brems- auf das Gaspedal gerutscht.
Als sie anschliessend erneut einparkte, kam es zu einer weiteren Kollision.
Dabei dürfte sie erneut das Brems- und Gaspedal falsch bedient haben. In der Folge kollidierte sie mit einem vor ihr parkierten Opel.
An allen drei Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Die Kantonspolizei Aargau nahm ihr den Führerausweis zuhanden des Strassenverkehrsamts vorläufig ab.
Quelle: Kantonspolizei Aargau
Bildquelle: Kantonspolizei Aargau
Sicher parkieren in Tiefgaragen: Warum schon kleine Fahrfehler gefährlich werden können
Tiefgaragen sind anspruchsvolle Verkehrsräume. Enge Parkfelder, Betonstützen, schlechte Sicht und Fussgänger zwischen parkierten Fahrzeugen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Fahrtechnik und einer guten Vorbereitung lassen sich Risiken beim Rangieren deutlich reduzieren.
1. Die richtige Sitzposition erleichtert die Pedalbedienung
Wer Gas und Bremse sicher bedienen möchte, sollte vor dem Losfahren die Sitzposition kontrollieren. Beide Pedale müssen ohne Verrenkungen und mit ausreichend Bewegungsfreiheit erreichbar sein.
Bei Automatikfahrzeugen werden Gas- und Bremspedal grundsätzlich mit dem rechten Fuss bedient. Der linke Fuss bleibt auf der vorgesehenen Fussstütze. Dadurch lässt sich die Gefahr reduzieren, unbeabsichtigt beide Pedale gleichzeitig zu betätigen.
Praktischer Tipp: Stellen Sie den Sitz so ein, dass Sie das Bremspedal sicher und kräftig durchtreten können. Kontrollieren Sie auch, dass keine lose Fussmatte den Pedalweg behindert.
2. Beim Rückwärtsfahren besonders langsam vorgehen
Beim Rückwärtsfahren ist die Sicht häufig eingeschränkt. Niedrige Hindernisse, Mauervorsprünge, andere Fahrzeuge oder Personen können sich in Bereichen befinden, die weder über die Rückspiegel noch über die Heckscheibe vollständig einsehbar sind.
Rückfahrkameras und Parksensoren unterstützen das Manöver, ersetzen aber den direkten Kontrollblick nicht. Besonders wichtig ist es, die Geschwindigkeit niedrig zu halten und sich nicht durch wartende Fahrzeuge unter Druck setzen zu lassen.
Praktischer Tipp: Fahren Sie nur so weit, wie Sie den Fahrweg sicher überblicken können. Stoppen Sie bei Unsicherheit und kontrollieren Sie die Situation erneut. Ein zusätzliches Rangiermanöver ist besser als eine riskante Korrektur.
3. Was tun, wenn das Auto plötzlich unerwartet beschleunigt?
Eine unerwartete Beschleunigung kann eine Schreckreaktion auslösen. Wichtig ist, nicht hektisch weiter auf das vermeintliche Bremspedal zu drücken, wenn das Fahrzeug offensichtlich stärker beschleunigt.
Nehmen Sie den Fuss vom Gaspedal, betätigen Sie bewusst die Bremse und bringen Sie das Fahrzeug möglichst rasch kontrolliert zum Stillstand. Halten Sie das Lenkrad fest und achten Sie darauf, keine unkontrollierten Lenkbewegungen auszuführen.
Wichtig: Ist das Fahrzeug zum Stillstand gekommen, sichern Sie es gegen Wegrollen. Wer unsicher ist, ob die Pedalbedienung zuverlässig gelingt, sollte das Fahrmanöver nicht fortsetzen.
Gut zu wissen: Ein breiteres Parkfeld kann die sicherere Wahl sein
Nicht immer ist der nächstgelegene Parkplatz auch der beste. Ein etwas weiter entferntes, gut einsehbares Parkfeld bietet häufig mehr Platz zum Rangieren und erleichtert das sichere Ein- und Aussteigen.
Besonders bei ungewohnten Fahrzeugen ist es sinnvoll, vor dem Einparkieren die Abmessungen und den Wendekreis einzuschätzen.
Weitere praktische Hinweise bietet der redaktionelle Belmedia-Ratgeber „Sicher durch Parkhaus und Tiefgarage: Wie Fahrer und Familien typische Gefahren vermeiden“.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion