Rund 600 Dämmerungseinbrüche: Polizei warnt vor Tätern und verstärkt jetzt ihre Kontrollen
(St.Gallen SG). Zwischen Ende Oktober und Anfang März steigt das Risiko von Dämmerungseinbrüchen.
Einbrecher nutzen den Schutz der langanhaltenden Dunkelheit, um in Wohnungen und Häuser einzubrechen. Auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Einbruchprävention leisten: Mit gezielten Schutzmassnahmen und erhöhter Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko eines Einbruchs reduzieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Einbruchzahlen: Rund 600 Dämmerungseinbrüche im Winter 2025/2026
- Aufklärungsquote: Knapp 30 Prozent der Einbruchdiebstähle
- Polizeikontrollen: Rund 950 im vergangenen Aktionszeitraum
- Festnahmen: 40 Personen nach Einbrüchen
- Besonders betroffen: Nördlicher Kantonsteil, Hauptverkehrsachsen und Mehrfamilienhäuser
- Häufige Beute: Schmuck, Bargeld und Uhren
- Neue Massnahmen: Verstärkte Patrouillen, Kontrollen und Präventionskampagne
Effizienter Schutz vor Dämmerungseinbrüchen
Die Kantonspolizei St.Gallen verzeichnete zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März 2026 rund 600 Einbrüche, welche dem Phänomen der Dämmerungseinbrüche zugeordnet werden können. In der vergleichbaren Periode 2024/2025 waren es in etwa gleich viele. Gestohlen werden in erster Linie Wertsachen wie Schmuck, Bargeld oder Uhren. Knapp 30 Prozent der Einbruchdiebstähle klärt die Polizei auf.
Ein Grossteil der Einbrüche findet entlang der Hauptverkehrsachsen statt. Der nördliche Kantonsteil ist aufgrund seiner Siedlungsdichte und Urbanität stärker betroffen als der südliche. Zudem wird öfters in Mehr- als in Einfamilienhäuser eingebrochen. Diese bieten mehr Anonymität.
Gezielte Kontrollen und Prävention
Die Kantonspolizei St.Gallen verstärkt zwischen Ende Oktober und Anfang März ihre Patrouillentätigkeit. Zudem führt sie gezielt Kontrollen entlang der Hauptverkehrsachsen und neuralgischen Punkten durch. Rund 950 solcher Kontrollen erfolgten zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März 2026 durch. 40 Personen nahm die Kantonspolizei nach Einbrüchen fest.
Gleichzeitig spielt aus Sicht der Kantonspolizei auch die Prävention eine wesentliche Rolle. Deshalb lanciert sie auch in diesem Jahr wieder eine Präventionskampagne auf ihren Social Media-Kanälen.
Das eigene Zuhause schützen
Aber auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Einbruchsprävention leisten: Mit gezielten Schutzmassnahmen und erhöhter Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko eines Einbruchs reduzieren.
Grundsätzlich gilt: Je höher der Aufwand für einen Einbrecher ist, um in eine Wohnung oder ein Haus zu gelangen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs.
Dabei gibt es Massnahmen, die einfach umzusetzen sind:
- Eigens Haus beleuchten, allenfalls Bewegungsmelder installieren
- Bei Ferienabwesenheit dafür sorgen, dass der Briefkasten geleert wird
- Bei Abwesenheit: Schnee in Einfahrt wegräumen lassen
- Immer sämtliche Fenster und Türen verschliessen
- Rollläden nicht hinunterlassen
- Keinen Schlüssel in der Umgebung deponieren
- Gartenleiter anketten, Werkzeug einschliessen
- Wertgegenstände in einem verankerten Tresor aufbewahren
- Unbekannte Personen in einem Quartier ansprechen
- Verdächte Feststellungen der Polizei melden
Aufwändiger und teurer sind bauliche Massnahmen, welche das eigene Zuhause effizient schützen:
- Türen mit Mehrpunktverriegelungen
- Fenster mit umlaufenden Sicherheitsbeschlägen
- Abschliessbare Fenstergriffe
- Massiv verschraubte Lichtschachtgitter
- Videoüberwachung
- Bewegungsmelder
Die Liste ist nicht abschliessend. Wichtig ist, dass Produkte verwendet werden, welche mindestens die Resistenzklasse 2 aufweisen, genormt und geprüft sind. Falls bei jemandem trotzdem eingebrochen wird, gilt: Nichts anfassen, das Haus verlassen, die Polizei verständigen und wenn nötig Schutz bei Nachbarn suchen.
Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei St.Gallen