Noch schneefrei im Oktober: Warum auf Alpenpässen trotzdem Vorsicht gilt
Der Oberalppass verbindet die Bündner Surselva mit dem Kanton Uri. Die Passhöhe liegt auf rund 2’044 Metern über Meer. Die Strecke gehört zu den bekannten Alpenpassverbindungen der Schweiz.
Gerade im Herbst können sich die Bedingungen in dieser Höhenlage rasch verändern. Auch wenn eine Passstrasse noch schneefrei ist, können tiefe Temperaturen, Nässe, Nebel und örtliche Vereisung die Fahrt erschweren.
Vor einer Fahrt über den Oberalppass empfiehlt es sich deshalb, die aktuellen Strassenverhältnisse und mögliche Einschränkungen zu überprüfen. Der Zustand der Passstrasse kann sich kurzfristig ändern.
5 Tipps für eine sichere Herbstfahrt über Alpenpässe
1. Passstatus vor der Abfahrt prüfen
Informieren Sie sich über aktuelle Sperrungen, Baustellen und Wetterbedingungen. Eine schneefreie Passhöhe bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Strecke uneingeschränkt befahrbar ist.
2. Auf winterliche Bedingungen vorbereitet sein
Bei tiefen Temperaturen können wintertaugliche Reifen und gegebenenfalls Schneeketten erforderlich sein. Beachten Sie die aktuelle Signalisation und die Empfehlungen der zuständigen Behörden.
3. Geschwindigkeit anpassen
Fahren Sie auf engen Kurven und bei eingeschränkter Sicht besonders vorausschauend. Rechnen Sie mit feuchten Stellen und möglicher Glätte.
4. Genügend Zeit einplanen
Vermeiden Sie Zeitdruck. Besonders im Herbst wird es früher dunkel, und die Temperaturen können nach Sonnenuntergang rasch sinken.
5. Fahrzeug vor der Fahrt kontrollieren
Prüfen Sie Reifen, Beleuchtung, Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage. Eine funktionierende Heizung und Scheibenentfeuchtung sind bei kühlem und feuchtem Wetter besonders wichtig.
Gut zu wissen: Der Oberalppass im Jahresverlauf
Der Oberalppass verbindet Disentis/Mustér und Sedrun auf Bündner Seite mit Andermatt im Kanton Uri. Die Passstrasse ist im Winter normalerweise gesperrt.
Im Frühjahr 2026 wurde die Strasse am 24. April für den Verkehr freigegeben. Bereits damals wies die Baudirektion Uri darauf hin, dass kurzfristige, witterungsbedingte Sperrungen möglich bleiben.